28. März 2021
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Hundezone ja/nein? Und wenn nein, was stattdessen?

Viele Menschen sind der Meinung, die Hundezone lastet den Hund mehr aus als ein Spaziergang, weil er dort mehr läuft und spielt.
Ist das wirklich so?

Ein paar Gedanken dazu in unserem YouTube Video zum Thema Hundezone ja/nein?

Was kann ich stattdessen mit meinem Hund machen, wenn ich nicht in die Hundezone gehe?

Ich empfehle immer, dem Hund eine möglichst große Vielfalt an Bewegung und Beschäftigung zu bieten. Und das Tolle – es lässt sich viel besser in den Alltag integrieren als täglich immer 2 Stunden Waldspaziergang oder täglich immer 1 Stunde Hundezone. Zum Beispiel:

1) Wenn du eine Hose umtauschen gehen musst, nimm deinen Hund doch mit und bummle bewusst noch ein paar Minuten länger durchs Einkaufszentrum. Leg ihn wo ab, probiere noch ein paar Schuhe, während dein Hund lernt sich auch neben vielen Menschen ruhig zu verhalten und zu entspannen.

2) Nimm gelegentlich das Futter von deinem Hund mit zum Spazierengehen und versteck es ihm.
Während er es sucht, kannst du zwischendurch üben, ihn trotzdem abrufen zu können!
Mehr zum Thema Rückruf und Freifolge aufbauen findest du hier:
Rückruf & Freifolge

3) Übe mit deinem Hund bei einem Spaziergang, bewusst 10 Minuten ruhig zu gehen, und dann 10 Minuten wildes Raufen, Spielen, etc., dann wieder 10 Minuten ruhig gehen, dann wieder spielen, usw.

4) Wenn dein Hund Stress in Hundezonen hat, troff dich stattdessen doch 2-3x pro Woche mit einer Freundin die auch einen Hund hat, mit dem sich dein Hund versteht. Dann könnt ihr am Anfang gemeinsam nebeneinander so lange an kurzer, lockerer Leine spazieren gehen, bis die Hunde wirklich entspannt und nicht mehr aufgeregt sind. Und DANN, wenn die Hunde entspannt sind, dürfen sie spielen und frei/ an der Schleppleine laufen.
Viele Hunde finden das wesentlich angenehmer als täglich 20 neue Hunde kennenlernen zu müssen.

5) Lade Besuch ein und lass deinen Hund am Platz liegen ohne den Besuch zu begrüßen. Für viele, besonders extrovertierte, Hunde ist das wesentlich mehr “Auslastung” als ein 3-stündiger Spaziergang

6) Nimm deinen Hund auch mit wenn du “eh nur kurz zum Zaun gehst und vom Nachbarn was holst”, “Nur kurz dem Postboten das Paket abnimmst”, “Nur kurz eine Pizza abholst”, etc.
Das sind alles tolle Gelegenheiten, den Hund z.B. in Entfernung abzulegen (Anfangs sicherheitshalber angebunden) sodass dein Hund nebenbei lernt sich richtig zu verhalten + auch viel zu denken hat und dementsprechend mehr ausgelastet sein wird

Viel Spaß beim Üben!
Eure Sarah! 🙂

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